Calinichta!
Es ist 01h30 Uhr und wir sind wieder zurück im Camp. Kurz vorabgefasst kann gesagt werden, dass das Wochenende sehr unterhaltsam, wenn auch mit viel Warten und ohne Brand für uns war.
Wir starteten das Wochenende mit der Ausfahrt von 1x RTW (Rettungswagen), 2x TLF (Steyer 590), 1x KLF (Kleinlöschfahrzeug), 1x Motorrad (chinesischer Hersteller...) und dem Lada von Cheffe. Die restlichen Fz umit Besatzung blieben im Camp zurück um die Festung zu halten - anscheinend kam es bereits einmal zu einem Brand in der Nähe als alle ausgerückt waren ;) Bereits auf der Autobahn war es lustig, als wir an die Mautstelle kamen und bei der geschlossenen Spur einspurten. Hier ist es so, dass wir keine Maut bezahlen mussten, aber die Autonummern mussten alle mit EPO-xxxx beginnen, wobei EPO für "Freiwillige Feuerwehr" steht. Dies wurde auch entsprechend kontrolliert. Früher wurde über Funk jeweils der Befehl für Blaulicht und Martinshorn gegeben, sodass man nicht bezahlen musste. Kurz nach der Mautstelle fuhren wir mit Blaulicht weiter, weil es weiter vorne einen Autounfall gegeben hatte. Der Unfall war aber bereits unter Kontrolle als wir uns der Unfallstelle annäherten, also hielten wir an unserem vorgesehenen Aufenthaltsort - einer Autobahnraststätte - an.
Die beiden TLF's gingen auf Patrouille, während wir uns mit herumstehen und warten die Zeit totschlugen. Bewegung war verboten, weil dies bei fast 40 Grad im Schatten in starker Schweissbildung resultieren würde :) Die geplante Übernachtung und das Essen mit dem Bürgermeister fielen beides ins Wasser und so stellten wir uns alle auf das Übernachten vor Ort ein. Zu unserem Rastplatz muss erwähnt werden, dass alles Essen und Trinken vom dortigen Imbissstand vom Bürgermeister finanziert wurden (geilo!). Und in unmittelbarer Nähe fand ein Festival der Sinti & Roma statt - also waren auch noch entsprechend Leute vor Ort...
Dann kam das erste Highlight: die Übernachtung auf dem Dach eines Magirus unter den Bäumen in Griechenland mit Grillen und Zikaden! Da können wohl nicht alle mithalten :) Mitten in der Nacht bereitete sich dann das KLF auf einen Einsatz vor und auch unser Österreicher war ganz aufgeregt und kurz darauf in voller Montur bereit. Da wir aber nicht ausrücken mussten, fielen wir kurz danach wieder in Schlaf - ausser unserem Wachtkommandanten und Wachtsoldaten Fabio. Das KLF kam nach knapp 2h wieder zurück - ereignislos, da ca. 10km vor dem Ziel informiert wurde, dass die Berufsfeuerwehr den Waldbrand unter Kontrolle hatte.
Am nächsten Mittag dann ging es plötzlich los: Waldbrand bei der Wache der ESEPA in Larisa. Also rückten der Lada, das eine KLF und der Magirus mit Blaulicht aus. Dies bedeutete 45min Blaulichtfahrt entlang einer geschwungenen Küstenstrasse, diversen Stränden und Olivenhainen und das alles nur, um dann das Bergcamp zu bewachen, bis die dortigen beiden Steyr vom Einsatz zurückkamen... Aber die Emotionen, das könnt Ihr Euch gar nicht vorstellen: Blaulicht! 45min! verschwitzte, ungeduschte Männer die am Strand vorbeifahren! Badenixen! geile Landschaft! - hey Claudio: das nächste Mal wollen wir eine ähnlich schöne Route, gell!! :D Zudem verhalten sich die Griechen z.T. ganz amüsant: es gibt solche die nicht zur Seite gehen wollen, dann gibt es solche die von ganz nah gaffen wollen und dann bei der Durchfahrt den Bauch einziehen müssen und dann hat es noch diejenigen, die wegen schlauer Position um ca. 40 cm verfehlt werden ;) An unseren Fahrer Andreas hierbei ein grosses Kompliment - er manövrierte den Magirus wendig wie eine Gazelle (oder zumindest so wendig wie es mit so einem TLF geht *ggg*) durch die Touristenorte und die Berge hoch! Andreas erfuhr dieses Wochenende übrigens auch noch eine Ehrung, weil er seit 6 Jahren ununterbrochen dabei und Nikos fest ans Herz gewachsen ist.
Tja und dann hiess es wieder abwarten bis Abend wurde und wir alle zu Nikos speisen gehen konnten. Das Apéro war das Salzwasser im Meer (yeeeeeeah - baaaden!!), wobei Mänu I eine beschleunigte Benetzung erfuhr, sprich er wurde ins Meer geworfen - danach gab es das Menü in der Taverne gleich neben dem Meer. Ursprünglich war von Nikos angedacht worden, dass wir die Getränke zahlen und er den Rest übernehmen würde. Aber nach den tiefen Emotionen wurden uns plötzlich auch die Getränke übernommen und Nikos liess es sich nicht nehmen, bei jedem einzelnen persönlich vorbeizugehen und einen Spruch fallenzulassen. Hier noch einen herzlichen Dank für das leckere Essen und die Getränke! Jaja, man merkte heute Abend deutlich, dass Nikos die ESEPA mit Herzblut aufgebaut hatte und noch immer mit ebensoviel Herzblut dabei ist! Dies aber nicht immer zur Freude von Nikos jr. - doch dies ist eine andere Geschichte :)
Nun ja, es gab natürlich noch Geschichten mit Wassermelonen, Traffic Policeman und dem Martinshorn als Wecker, doch da dies ein öffentlicher Blog ist, sei das hier nur angetönt und den intimeren Kaffeekränzchen vorbehalten *zwinker*
Also, wir gehen nun ins Bett! Fotos folgen morgens wegen Netzstörungen hier oben.
Calinichta
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