Mittwoch, 29. Juli 2009

Statistik der Seitenzugriffe

Ich kann's nicht lassen und gebe hier noch kurz einige Statistiken ab ;)
  • Seitenzugriffe total (=jeder Aufruf) bis heute: 1529
  • Auf Google wurden wir mit den Begriffen "Waldbrandkarte Griechenland" gefunden. Total kamen 38 Seitenzugriffe über Google
  • Die Social Community Facebook kam mit 96 Klicks auf den Blog-Link ins Ranking
  • Im Schnitt haben uns 18 einzelne Personen / Tag die Ehre erwiesen:
  • Total haben sich Personen aus 21 Ländern (wobei Griechenland wir als Campbesucher selbst verursacht haben) für unseren Blog interessiert:


Also nochmals herzlichen Dank und alles Gute!

Das Ende naht - Abschluss meinerseits / The end is near - Bye everybody


Geneigte(r) LeserIn

Das wars von meiner Seite. Gestern geschah gar nix mehr und heute ist noch die Abgabe des gefassten Materials, sowie ein Baden in einem SwimmingPool in der Nähe angesagt. Leider kamen für das Baden im Meer nicht genügend Leute zusammen und so konnte der Bus nicht wie geplant organisiert werden.

Danach geht's für uns bald los - wir werden heute Nacht um 23 Uhr Richtung Thessaloniki fahren. Jeder mit einem eigenen Fahrzeug, damit die ankommende nächste Wachtschicht (Schweizer mit René Stieger) direkt in das Camp fahren kann.

Wenn alles wie geplant läuft, so werden wir mit Swiss LX1851 zurückfliegen und morgens um 06h10 Ortszeit in Zürich eintreffen.

Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit und die Kommentare die wir erhalten haben und bei den meisten kann ja gesagt werden: bis bald wieder :)

Ach ja: der ausgebliebene Alarm in der vergangenen Woche wo wir nahe Athen zu einem Waldbrand hätten ausrücken müssen und der abgesagt wurde; gestern hätten wir wegen des starken Feuers gehen können, dies wurde aber aus logistischen Gründen (Wechsel der Wachtschicht) nicht zugesagt :(

Freundliche Grüsse
Emanuel

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Dear Reader of our Blog

It's time to say good-bye. Since yesterday there was nothing happening. We are just waiting for travelling back tonight. We still wait to give the taken material back (clothes, water bottle etc.) and tonight we go for a swimming. Unfortunately there were not enough people wanting to come to the sea - so the trip with the bus could not be taken due to the costs...

We'll drive back to Thessaloniki Airport tonight at eleven pm - each guy with one car. So the arriving swiss guys will be driven straight back to the camp. If everything works out fine we'll take the swiss flight LX1851 back to Zurich Airport and arrive there at 6:10 am.

A short info: last week when we almost went to Athen for forest fires and couldn't go: yesterday we could have gone but due to changing shifts we didn't go.

That's it for now from me. Thanks to everybody who read the post and supported us with comments! Most of the people we'll meet again back in CH and we are looking forward to that. To our other friends big greetings and take care, cu when see me ;)

Dienstag, 28. Juli 2009

Von wegen Spielfilm... :S

Hallo zusammen!

Als ich den Bericht von der "Front" schrieb, hatte ich tatsächlich die Fantasie walten lassen...Aber als ich gestern Erfahrungsberichte von früheren Camps durchgelesen habe, musste ich doch mit Erstaunen feststellen, dass ich nicht so falsch lag...Also es scheint ziemlich abzugehen, wenn es doch richtig brennt...
Das ist ein Berich von Jürgen Sprengel im Jahr 2001, wo die Teilnehmer mit dem ESEPA-Verdienstorden ausgezeichnet wurden, weil sie sich bei ersten offiziellem Einsatz bewährt hatten.

Zum Beispiel: http://www.esepa.net/index.php?name=experiencereports&action=read&ID=9

"Für das Kloster und die umliegenden Gebäude besteht keine unmittelbare Gefahr, so daß wir uns ein paar Stunden Nachtruhe auf unseren Feldbetten gönnen können. In der Ferne dröhnen die Motoren der Raupenfahrzeuge und der TLFs. Es ist bitterkalt, die Luft ist vom Geruch brennender Pinien geschwängert und Andreas schnarcht zum Gotterbarmen...
Zeitig am Freitagmorgen werden wir vom Dröhnen der nahenden Löschflugzeuge geweckt – es sind sechs Stück vom Typ Canadair CL-215 im Einsatz, dazu zwei riesige Mi- Hubschrauber mit Wasserbehältern und ein gewaltiger Sky-Crane-Hubschrauber mit Saugrüssel. Damit befindet sich das gesamte in der Region zur Verfügung stehende Fluggerät im Einsatz. Und das ist gut so, denn der verfluchte Wind frischt mit Tagesanbruch wieder auf und das Feuer lodert wieder richtig auf. Nikos hat einen neuen Einsatzort für uns und drängt zu äußerster Eile: Das Feuer fegt durch das Unterholz in einem Waldgebiet unterhalb des Klosters und droht auf den benachbarten Olivenhain überzuspringen. Höchste Alarmstufe für die Fußtruppen und die Tankerbesatzungen (die übrigens die ganze Nacht hindurch im Einsatz waren). Aufrödeln, Eilmarsch. Das Unterholz brennt lichterloh, doch der Maschinist des Caterpillar hat zum Glück bereits ganze Arbeit geleistet. Wir finden eine exzellente Schneise vor, die es nun zu halten gilt. Unsere Aufgabe besteht darin, mit dem Wasser aus den beiden Tankern die offenen Flammen niederzuschlagen und die Glutnester im Auge zu behalten. Unterstützung erhalten wir aus der Luft: In nahezu selbstmörderischen Manövern donnern die Canadairs im Formationsflug über unsere Köpfe hinweg, ca. 10 bis 12 m über uns und direkt über den Baumwipfeln. Ein einmaliges Erlebnis. Vor allem, weil wir selbst scheinbar als Zielscheibe dienen. Originalkommentar: „Boah, GEIL ! Guck mal, der kommt direkt über uns rein. Voll suuuper ! SCHEISSE, KÖPFE RUNTER ! Igitt, die Sau !“. Die Luftunterstützung ist hoch willkommen, denn der Ferdi ist schnell leer und muß sich im Ort in die Warteschlange am Hydranten einreihen. Schließlich wird er von unserer Seite abgezogen und kommt auf der anderen Seite des Waldes bei der B-Kohorte zum Einsatz, als die Flammen dort wieder bedrohlich auflodern. Der Ford ist an einem anderen Gefahrenschwerpunkt im Einsatz."

Na dann...Vielleicht gehts ein ander Mal so los!

Montag, 27. Juli 2009

English summary of the weekend

To our dear foreign friends - find below the summary of the past weekend.

On saturday early morning (8.45 am) we left with 1 Lada (car of big boss), 1 motorcycle (made in china), a KLF (small fire engine with 8 people), two steyrs 590 (fire engine with 3 people), a RTW (ambulance) and our Magirus (fire engine with 8 people and 1450L water tank). Our goal was to support the local professional firefighters on a dangerous road intercept. At the same time we were there for local forest fires - it was a very hot weekend with temperatures over 40 degrees Celsius and strong wind - ideal conditions for the fire to develop and spread ;)

The trip was nice due to the gorgeous landscape and villages. At the toll station we didn't need to pay - the number plate needed to start with EPO (what means "volunteer firefighters"). Soon after we passed we heard over radio that there was an accident so we drove with blue light and the siren. Some km's before we arrived they told us that everything was already cleared so we finally arrived on our camping place (a highway rest stop). The afternoon passed quietly and slowly. We weren't allowed to move too much because that resulted in high sweatening people ;) The food and beverages were sponsored by local government (the snack bar resided 50m away from our camp) because they first promised us a big room to rest and a diner with the mayor but both wasn't possible at the end - greek circumstances ;)

So we prepared for the night and passed it on the roof of our fire engine in the forest - that was an unique experience! In the middle of the night the KLF exited because they got an forest fire alarm. They came back after two hours - the professional firefighters accomplished their task when our team was 10km away from the fire... On noon the next day we got another alarm and this time we went with the KLF and our Magirus. The two TLF's were on patrol somewhere in the hills. The trip to the place where the forest fire was (beside the ESEPA guard in Larisa) took us 45 minutes along the beach, on elevated coast roads, through tourist villages and olive groves up to the mountains.... You can't experience all these emotions we had to workaround without having been there (dirty, stinky, firefighters who stayed for two weeks without a girl and loves the trips with siren & lights...) :D Sadly we just needed to secure the guard and wait for our colleagues to come back after accomplishing their task. Nevertheless this was and will be for a long time our most beloved trip in a fire tank!

Thanks at this time to our driver, Andreas from Germany. He did an excellent job with the Magirus which is not easy to drive at all - he passed us safe through the narrow villages with tourists gaping and needing to contract their stomages at the time we passed due to staying too close...!

In the evening we were invited by Nikos for eating at a Tavern close to the sea and still had some time left to refresh ourselves in the excellent and warm sea *yeaaaah*. It was foreseen that our Master pays the food and we are responsible by ourselves what we drink but at the end and after all the deep emotiones he just payed everything by himself! Thanks Nikos for this evening and everything you did for us up to now!

The rest of the stories e.g. watermelons, waking up with siren, traffic policeman etc. we'll keep under closure until we talk under four eyes only ;)

Have a good day and enjoy the sun!

Einsatzfahrt


Bilderserie vom Wochenende

So, heute morgen ist die Verbindung stabiler, daher hier nun auch noch die Bilder!


Der fertige AS-Behälter, indem nun 8 Compound-Flaschen Platz haben


Wir benutzen die geschlossene Spur :)


Nikos, unser 4-Sterne-General in Einsatzmontur


Ein Schweizer Offizier als Tenueschlampe *ggg* Jaja, die Disziplin...


Ich sag nur: Wassermelooooone!


Die Nacht auf dem TLF - ein einmaliges Erlebnis!


So sah es am Morgen aus


Unser Campingplatz von der anderen Strassenseite - rechts neben dem Car ist die Imbiss-Bude


So gefällt die Blaulichtfahrt! Heheheeeeeee :D


Teil II der emotional anstrengenden Blaulichtfahrt...


Alle Schweizer vor dem Magirus auf der Wache der ESEPA in Larisa


Hmm, der Zeughauskleber von Grolley war noch dran und auch die Parkdienstkarte war noch vorhanden *rofl*


Diese Foto ist nicht auf meinen Wunsch hochgeladen worden! Ich bei einem ausserdienstlichen Powernap ;)


Was tut man nicht alles für ein bisschen Wassermelone!

Wochenende als Autobahnstützpunkt vor Larisa

Calinichta!

Es ist 01h30 Uhr und wir sind wieder zurück im Camp. Kurz vorabgefasst kann gesagt werden, dass das Wochenende sehr unterhaltsam, wenn auch mit viel Warten und ohne Brand für uns war.

Wir starteten das Wochenende mit der Ausfahrt von 1x RTW (Rettungswagen), 2x TLF (Steyer 590), 1x KLF (Kleinlöschfahrzeug), 1x Motorrad (chinesischer Hersteller...) und dem Lada von Cheffe. Die restlichen Fz umit Besatzung blieben im Camp zurück um die Festung zu halten - anscheinend kam es bereits einmal zu einem Brand in der Nähe als alle ausgerückt waren ;) Bereits auf der Autobahn war es lustig, als wir an die Mautstelle kamen und bei der geschlossenen Spur einspurten. Hier ist es so, dass wir keine Maut bezahlen mussten, aber die Autonummern mussten alle mit EPO-xxxx beginnen, wobei EPO für "Freiwillige Feuerwehr" steht. Dies wurde auch entsprechend kontrolliert. Früher wurde über Funk jeweils der Befehl für Blaulicht und Martinshorn gegeben, sodass man nicht bezahlen musste. Kurz nach der Mautstelle fuhren wir mit Blaulicht weiter, weil es weiter vorne einen Autounfall gegeben hatte. Der Unfall war aber bereits unter Kontrolle als wir uns der Unfallstelle annäherten, also hielten wir an unserem vorgesehenen Aufenthaltsort - einer Autobahnraststätte - an.

Die beiden TLF's gingen auf Patrouille, während wir uns mit herumstehen und warten die Zeit totschlugen. Bewegung war verboten, weil dies bei fast 40 Grad im Schatten in starker Schweissbildung resultieren würde :) Die geplante Übernachtung und das Essen mit dem Bürgermeister fielen beides ins Wasser und so stellten wir uns alle auf das Übernachten vor Ort ein. Zu unserem Rastplatz muss erwähnt werden, dass alles Essen und Trinken vom dortigen Imbissstand vom Bürgermeister finanziert wurden (geilo!). Und in unmittelbarer Nähe fand ein Festival der Sinti & Roma statt - also waren auch noch entsprechend Leute vor Ort...

Dann kam das erste Highlight: die Übernachtung auf dem Dach eines Magirus unter den Bäumen in Griechenland mit Grillen und Zikaden! Da können wohl nicht alle mithalten :) Mitten in der Nacht bereitete sich dann das KLF auf einen Einsatz vor und auch unser Österreicher war ganz aufgeregt und kurz darauf in voller Montur bereit. Da wir aber nicht ausrücken mussten, fielen wir kurz danach wieder in Schlaf - ausser unserem Wachtkommandanten und Wachtsoldaten Fabio. Das KLF kam nach knapp 2h wieder zurück - ereignislos, da ca. 10km vor dem Ziel informiert wurde, dass die Berufsfeuerwehr den Waldbrand unter Kontrolle hatte.

Am nächsten Mittag dann ging es plötzlich los: Waldbrand bei der Wache der ESEPA in Larisa. Also rückten der Lada, das eine KLF und der Magirus mit Blaulicht aus. Dies bedeutete 45min Blaulichtfahrt entlang einer geschwungenen Küstenstrasse, diversen Stränden und Olivenhainen und das alles nur, um dann das Bergcamp zu bewachen, bis die dortigen beiden Steyr vom Einsatz zurückkamen... Aber die Emotionen, das könnt Ihr Euch gar nicht vorstellen: Blaulicht! 45min! verschwitzte, ungeduschte Männer die am Strand vorbeifahren! Badenixen! geile Landschaft! - hey Claudio: das nächste Mal wollen wir eine ähnlich schöne Route, gell!! :D Zudem verhalten sich die Griechen z.T. ganz amüsant: es gibt solche die nicht zur Seite gehen wollen, dann gibt es solche die von ganz nah gaffen wollen und dann bei der Durchfahrt den Bauch einziehen müssen und dann hat es noch diejenigen, die wegen schlauer Position um ca. 40 cm verfehlt werden ;) An unseren Fahrer Andreas hierbei ein grosses Kompliment - er manövrierte den Magirus wendig wie eine Gazelle (oder zumindest so wendig wie es mit so einem TLF geht *ggg*) durch die Touristenorte und die Berge hoch! Andreas erfuhr dieses Wochenende übrigens auch noch eine Ehrung, weil er seit 6 Jahren ununterbrochen dabei und Nikos fest ans Herz gewachsen ist.

Tja und dann hiess es wieder abwarten bis Abend wurde und wir alle zu Nikos speisen gehen konnten. Das Apéro war das Salzwasser im Meer (yeeeeeeah - baaaden!!), wobei Mänu I eine beschleunigte Benetzung erfuhr, sprich er wurde ins Meer geworfen - danach gab es das Menü in der Taverne gleich neben dem Meer. Ursprünglich war von Nikos angedacht worden, dass wir die Getränke zahlen und er den Rest übernehmen würde. Aber nach den tiefen Emotionen wurden uns plötzlich auch die Getränke übernommen und Nikos liess es sich nicht nehmen, bei jedem einzelnen persönlich vorbeizugehen und einen Spruch fallenzulassen. Hier noch einen herzlichen Dank für das leckere Essen und die Getränke! Jaja, man merkte heute Abend deutlich, dass Nikos die ESEPA mit Herzblut aufgebaut hatte und noch immer mit ebensoviel Herzblut dabei ist! Dies aber nicht immer zur Freude von Nikos jr. - doch dies ist eine andere Geschichte :)

Nun ja, es gab natürlich noch Geschichten mit Wassermelonen, Traffic Policeman und dem Martinshorn als Wecker, doch da dies ein öffentlicher Blog ist, sei das hier nur angetönt und den intimeren Kaffeekränzchen vorbehalten *zwinker*

Also, wir gehen nun ins Bett! Fotos folgen morgens wegen Netzstörungen hier oben.

Calinichta

Samstag, 25. Juli 2009

Autobahnstützpunkt für das Wochenende

Hallo geneigte(r) LeserIn

Von gestern gibt es insgesamt nicht viel zu erzählen und wir sind heute auch ein bisschen in Eile, daher die Stichwortfassung:

- Schlange gefunden im Camp - mittlerweilen ist sie aber begraben
- viel herumgesurft und gewartet am Vormittag
- nachmittags Ausbau des Atemschutzflaschenbehälters im TLF, weil wir alle Flaschen durch Compound AS-Flaschen ersetzt haben (s. Bilder unten, weitere folgen)
- Abends essen bei Kostas (war sehr lecker, besonders der überbackene Käse)

Nun bereiten wir uns vor auf unsere Wochenendaufgabe. Wir werden nach Larisa verschieben und dort den Autobahnstützpunkt stellen. Dies bedeutet Einsatz bei den Unfällen auf dem dortigen Strassenabschnitt und das ist auch das Gebiet der kleinen Waldbrände... Der Magirus (also unser TLF) wird aber voraussichtlich nur im Notfall für einen Waldbrand eingesetzt werden, da die Strassenrettung unsere primäre Aufgabe (mit Unterstützung des RTW = Rettungswagen) ist. Daher melden wir uns ab und hoffentlich mit interessanten Berichten nach dem Wochenende wieder zurück :)

Calimera



Mänu I und Christophe beim Vorbereiten der neuen AS-Flaschenbehälter


Hehe, das ist unser Einsatzgerät für den Atemschutz, guuuute Sache!


Sicherung der Flaschen, dass sie nicht herausrutschen werden


Aha Pesche.... Was haben wir denn bei Kostas gefunden?! Das war das einzige FW-Merkmal im ganzen Laden :)


Leider hatten wir bereits mit Essen begonnen, als mir der Gedanke der Spurensicherung für die Nachwelt in den Sinn kam ;)

Freitag, 24. Juli 2009

Berichte von der Front

Hier die news von Korrespondent BE in Griechenland: Nach einer schnellen Fahrt mit Blaulicht und Sirene sind die Esepa-Einheiten am Bereitstellungsraum eingetroffen. Die Forest Firefighters bereiten sich vor, während die Zugführer mit dem Kommandanten die Lage erkunden. Verzweifelte Rufe hallen durch den Äther, ein ungeordneter Rückzug der Berufsfeuerwehr folgt.

Der mit allen Wassern gewaschene Camp-Kommandant erscheint mit todernstem Gesicht:
"okay, listen up: We have heavy fire coming clsoe to a town, we've got orders to protect the village at any costs! The tlfs will open way through the fire and hold it open, while magirus and infantry push trough. Then the (mostly) swiss magirus crew will protect infantry with water, while the soldiers evacuate the town!", so lauten unsere Befehle. Die Lage ist ernst, jede Sekunde zählt.

Als wir an der Front ankommen sind, begegnen wir schwarz gefärbten Gesichtern von erschöpften Berufsfeuerwehrleuten. Sie haben die Stadt schon aufgegeben, die letzte Hoffnungen ruhen auf uns Freiwilligen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Wir stossen vor, das Feuer ist hartnäckig und behindert unsere Flankenangriffe, die Infanterie muss absteigen und die Wege für die Artillerie freimachen. Als der Vormarsch stockt, werden wir in die Hölle rausgeschickt: Wir fühlen uns, als wären wir in der Hölle, tausend Feuer speien uns Glut und Funken in die Augen, während wir unsere Druckleitungen aufbauen. "Wasser go, we need our way through the fire! Attack!"

Naja...Wir waren nur etwas trinken und essen...Nach einer Stunde wurden wir abbestellt worden, da das Feuer wohl schon unter Kontrolle bei unserer Ankunft gewesen wäre. Gut, wenigstens haben wir uns die 8h-Fahrt erspart, und der Zipporo ist doch etwas besseres aus Wasser aus der Plastikflasche!

Und die Hoffnung stirbt zuletzt!!

Gute Nacht!

Donnerstag, 23. Juli 2009

Vorabinfo: Brand neben Athen könnte ESEPA diese Nacht mobilisieren

Seit heute Nachmittag durften die Fahrer keinen Alkohol mehr trinken und Ausgangssperre wurde auch verhängt. Mittlerweilen haben wir auch erfahren wieso: wenn es neben Athen weiterbrennt, dann fahren wir voraussichtlich in 2h ab und benötigen für die Anfahrt zwischen 5-8h.... Die Aufregung ist gross und die Leute packen bereits den Einsatzrucksack während andere bereits in Einsatzkleidung herumlaufen.

Jaja, hier ist es nicht so, dass ein Alarm gegeben wird und nach 7min rücken wir aus. Auch die Blaulichtfahrt könnte ungemein länger dauern - lassen wir uns überraschen :D

Bilder

So und hier wieder mal das Neueste vom Neuesten grafisch unterlegt ;)


Christophe am Morgen und das nach dem 2. Kaffee und ohne Alkohol... ;)


Wir am Schneise schlagen - sieht gut aus, oder?


Jaja, die neue Schneise ein bisschen weiter unten - dafür musste sie weniger breit geschlagen werden... Fehler passieren halt allen :D


Ein B-Schlauch auf gaaaaanz viele D-Schläuche *rofl*


Wir übten gerade den Mastwurf, Samariter und Shotstek Knoten und da kam Theo gerade recht...


Das fertige Minergie-Haus an welchem wir uns während gut einer Stunde erfreuen durften


Der Grundstückbesitzer in einem Moment der Ruhe mit Nikos jr.


Jaja immer dieses Nageln nach neuesten Sicherheitsstandards...


Mänu in einem schwachen Moment im "Haus das jeden Monat besucht wird"


Fäbu und ich in einer kurzen Arbeitspause

The roof is on fire!

Ein ereignisreicher Tag neigt sich dem Ende zu...

Der Morgen begann aussergewöhnlich mit einer Fusstrupp-Übung. Dazu rückten sämtliche Fahrzeuge aus und begaben sich in ein Übungsgebiet im Wald. Unsere Übung bestand schlussendlich darin, dass wir ein Waldstück zu halten hatten - mit Schneise schlagen - um die Hotelgäste weiter hinten noch evakuieren zu können. Danach ein geordneter Rückzug mit Unterstützung eines KLF (Kleinlöschfahrzeuges) um eventuelle Spotfeuer beim Rückzug zu bekämpfen. Die Übung lief aber aufgrund sprachlicher Schwierigkeiten (Englisch vs. Deutsch), entsprechender Befehlsausgabe und Missverständnissen nicht immer ganz so simpel ab wie oben beschrieben. Ein TLF evakuierte, liess alles Material liegen - das andere warf alle Schläuche auf das Fz und fuhr davon, während wir in aller Ruhe die Schläuche aufrollten und verräumten :)

Am Nachmittag waren wir wieder eingeteilt für unsere nun wohlbekannte und schon bald geliebte Patrouille. Kaum angekommen, nahmen wir das nun dort liegende Wellblechdach, setzten es auf unser Minergiehaus und fertig war der Sonnenschild. Also begaben wir uns gemütlich darunter, jeder suchte sich ein lauschiges und steinig-spitzes Plätzchen und als wir nun so dasassen kam das Unheil in Form eines Rovers und darinsitzenden Landbesitzers auf uns zu... Unser junger Grieche (15 jährig) nahm die Kampfgestik und -aussprache des Griechen auf und sie gestikulierten wie wild. Danach gingen Christophe und ich zur Unterstützung hinzu, was aber ausser einer steten Flucht des Griechen mit noch wilderer Aussprache keine weiteren Auswirkungen zeigte. Das Gespräch drehte sich - wie es sich nachher herausstellte - um das nun zerstörte Wellblechdach der vermodernden Hütte, die zerstörten Rebberge von 2m² und das eigentliche Privatgrundstück wo die ESEPA seit ca. 8 Jahren Wache hält... Langer Reden kurzer Sinn: Nikos jr. wurde aufgeboten und musste mit zwei Bürgermeistern und dem Griechen zu einer Aussprache antreten.

Hier müssen wir anmerken, dass die besagten Probleme nicht durch uns verursacht wurden, sondern durch die Wachtablösung. Ausbaden mussten es aber wir, weil wie es der Zufall wollte: falscher Zeitpunkt und falscher Ort :(

Also: Wellblechdach zurück und fein säuberlich wieder angenagelt, Rebberge so gut es ging wieder aufgerichtet und die Wachtschicht in Palio Panagia wird nie mehr dort stattfinden sondern auf einem noch zu bestimmenden Grundstück... :/

Entsprechend fiel auch das Briefing aus und dies führte - mit anderen aktuell auftretenden Problemen - noch zu erhitzten Diskussionen, welche sich nun aber langsam legen. Es kann - aus meiner Sicht - gesagt werden, dass es zwei Arten von Campbesuchern gibt:
1) diejenigen die wegen der Ausbildung oder dem Feuerwehr-Gedanken nach Rizomata kamen
2) und jene, welche das neue Mallorca hier zu finden glauben

Soweit so gut. Als Schlussbemerkung nun noch eine tolle Nachricht: wir werden das heisse Wochenende (Temperaturen von > 41 Grad Celsius angekündigt) als Autobahnstützpunkt irgendwo im Nirgendwo verbringen. Weitere Details sind evtl auch für unseren Cheffe noch nicht klar, doch wir freuen uns bereits auf die bevorstehende, spannende Aufgabe! :)

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Short translation for my english friends

We made an extraordinary foot troop exercise this morning. It was planned to secure the street in the forest from the fire so that the guests of the hotel located behind could have been escaped safely. Due to linguistics difficulties (english - german), the corresponding commands and some other missunderstandings it showed out to be a bit different to the plan. One fire engine exited as it should in an evacuation, the other made half-half and we cleaned everything up and put it back in place as normally :)

For the afternoon we went up to the place where we always made patrol up to now. After finishing the house and enjoying the new given shadow a greek man showed up and we realized that it was his private property. I'll not translate all the following discussions and so on - fact is that we needed to fix the errors of our backup patrol and accordingly happy we were... This led to some hotter discussions this evening but everything is cooling down now as the night falls over ;)

Night and sleep well - and don't hesitate to make a comment, also in english or french or spanish we are very happy for all your notices :)

Dienstag, 21. Juli 2009

Swisshouse - nach Minergie-Standard

Guten Abend, Calispera, geneigte(r) LeserIn

Vorneweg noch ein Dankeschön für die Kommentare zu den Blogs welche wir zum Teil erhalten - wir freuen uns natürlich sehr, manchmal ein Wort aus der Heimat zu hören! :D

Heute war ein "ganz normaler" Tag. Direkt nach dem Frühstück gingen wir auf Patrouille an bekanntem Ort. Dort angekommen begannen wir gleich an unserem Unterstand zu bauen. Zweck: die perfekte Sonnernabschirmung für die wachhabenden ESEPA'ler. Leider erwies sich der Bau des 4x2m grossen Swisshouses als nicht ganz trivial, da auf einem Hügel gebaut, der in der Breite auch ca. 4m mass... Entsprechend passte sich unsere Fortschrittsgeschwindigkeit an, dafür wurde die Sicherheit gross geschrieben :) Und momentan steht ein wunderschönes Minergiehaus auf dem Hügel - morgen werden wir es fertigstellen!

Danach wie üblich eine kleine Siesta, wobei sich wirklich zum schlafen nur einer legte - nämlich ich :D Ab 17 Uhr begannen wir dann wieder mit Unterhaltsarbeiten im Camp. Da die Harke, Gartentor und div. Kabel bereits geflickt sind, "stürzte" sich Fäbu - unser Elektriker - auf einen Steyr, welcher hinten keinen Pieps mehr über den Lautsprecher ausgab und behob diesen Schaden. Wir unsererseits machten uns an den Atemschutz-Kompressor. Dort war bis dato ganze Arbeit geleistet worden - ein Luftfilter explodiert, der zweite wahrscheinlich dreckig eingebaut und nun war der Dreck und das Öl überall... Handbuch und Bauteile lagen noch querverstreut, wie auch der Abfall. Nach kurzer Einarbeit ging es dann flotter von dannen - die Teile wurden geordnet, alles mit heissem Wasser, Aceton (Achtung: Nikos ging auf unseren Wunsch direkt das benötigte Material einkaufen - Wartezeit: 5min *ggg*) und ein paar Tüchern gereinigt, angeschlossen, wieder gereinigt und nun fehlt noch ein neues Ventil, danach sollten wir auch wieder die AS-Flaschen befüllen können.

Eine Notiz für unsere BC-KollegInnen: hier lagern zig Atemschutzflaschen - Compound Typen inbegriffen, noch neu verpackte Masken, diverseste Fireflys, Dräger Atemschutzfilter, neue Auer Masken etc... Wir wurden ganz nervös bei diesem Anblick und es erweckt den Eindruck, dass die ESEPA zum Teil das geschenkte Material gar nicht mehr direkt einsetzen kann. Wir haben jetzt zumindest Fireflys auf unserem TLF - wenngleich die Hupen noch fehlen :)

So, zum Abschluss nun noch ein paar Eindrücke - inklusive spezieller Fotos...:


so wird Öl entsorgt, direkt auf dem Camp hinter den Containern zu finden


auch von den Erfindern des Kanisters lagert hier noch Material: dem deutschen Reich


unser geflicktes und perfekt in die Landschaft eingepasstes Gartentor


die Crew beim Aufbauen des Swisshouses, bzw. Mänu I beim Sägen


bitte keinen falschen Eindruck von meiner Arbeitsmotivation kriegen - aber diejenige des griechischen Dolmetschers kommt absolut korrekt rüber ;)


Gui zu Lady Gaga Musik - ganz aufgedreht der Arme!


Chrigu am präzisen vermessen der Höhe - wie man sieht, ist der Aufbau des Daches auf dem Felsen eine Leichtigkeit!


Einer von mehreren Aufricht- und Ablegeversuchen. Diesmal wurde die Konstruktion verstärkt...


Ohne ihn läuft nix! Unser Fäbu beim Spreizen ;)


So, es ist aufgerichtet und auch die Bauüberwachung kontrolliert das Ganze argwöhnisch...


Unser Swisshouse nach neuestem Minergie-Plus-Standard


Hier gilt es die Zeit zu raten!

Wer 13:15 Uhr geraten hat, stimmt mit der kleinen Minderheit aus Muri überein - andere tippten auf 14:37 Uhr.


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So, zum guten Schluss - ein fast vergessener Trinkspruch von unserem Italian Stallion:

Das Waldbrandcamp ESEPA in Griechenland,
überall für Waldbrandausbildungen bekannt,
hat uns viel gegeben und viel genommen,
wie gewonnen so zerronnen,
nur der arme Pimmelich,
kommt hier einfach nicht zum Stich,
sogar Stecher Manuel der Fuchs,
muss hier scharren wie ein Luchs,
was bleibt ihm anderes übrig,
als Handarbeit.
Ich hoffe ich gehe jetzt nicht zu weit.
doch der einzige Schlauch der hier spritzen muss,
ist der D-Schlauch auf dem Magirus.
Deshalb lasst uns wixen in Teamarbeit,
oder vielleicht nur zu zweit.
Prost!

Montag, 20. Juli 2009

Internetzensur

Hiiiilfe - ich kann hier ja nicht mal mehr 20min.ch lesen, wenn das von der griechischen Behörde wegen gesperrten regulären URL0's geblockt wird ;)

Building a better sentinel

We left early this morning (9.30 am) to our sentinel on the same place than yesterday. But because barbecuing human meat on the sun is not our most liked designation we took an umbrella and other tools for making it a peacefuller place. While Maenu I and Christophe were building the table we destroyed the small hole and put the umbrella in place and started to fill up the bottom with stones and earth. There was always one person observing the (very nice) region and from now on he sits in cool shadow :) The rest of us continued our work which we'll probably finish tomorrow - hoping that we get the same sentinel tomorrow ;) As foreseen we couldn't determine some fires so at noon we got the backup and left for eating, washing and Siesta... After five we'll continue to repair the gate we started yesterday and after that we do some other stuff - as long as there's something to do there is no problem :)

Small notice: We can't use the suction pump on our fire truck and there's a lot of other helpful material missing but since yesterday we got a laptop with a software which tells us details about a car (where's the battery located, tank and so on) - useful for car accidents. It's only a question about priorities ;)

Another word about our backup. Yesterday there were only 2 people coming. Due to some german guys who preferred to drink beer, play with the water from the hydrant and use the stretcher for sunbathing our today's backup consisted of about ten people... It looks like Nikos wanted them to do better things *smile*

Find below some pics of today:


The new created table


A new butterfly - also nice but less than the one yesterday.


Destroying the old, small shadow hole


Maenu I and Christophe @ table and Andreas sunbathing


Maenu I @ sharpening the chain saw


Gui @ creating the initials with my swiss rescue tool


Tools used for building


The ground in middle time - already a bit filled and equilibrated


Like this it was yesterday: Barbecuing human meat!


And that's how we left the place for the backup


And last and least the gorgeous view to greek landscape - note that on the horizon would be the sea :D